Thomas Müller spricht über ein Veto des FC Bayern, das ihm imponierte | Goal.com Deutschland

Публикувано на 05 Oct 2026 | Време за четене: 2 минутиThomas Müller spricht über ein Veto des FC Bayern, das ihm imponierte | Goal.com Deutschland

Thomas Müller hat erneut über seinen geplatzten Transfer zu Manchester United gesprochen und erklärt, was ihn am Veto des FC Bayern besonders beeindruckte.

"2015 hat United um die 100 Millionen Euro geboten", bestätigte Müller im GOAL-Podcast The Late Run die seinerzeit von mehreren Medien in Umlauf gebrachte Ablösesumme, die der englische Spitzenklub für ihn an den deutschen Rekordmeister überweisen wollte. "Aber ich hatte Vertrag und Bayern sagte Nein."

Über das damalige Interesse aus Manchester hatte Müller in den vergangenen Jahren in anderen Interviews schon mehrfach gesprochen. Auch, dass er mit seinerzeit 25 Jahren tatsächlich darüber nachdachte, Bayern in Richtung United zu verlassen, ist nicht neu. Einer der Gründe für sein Grübeln: Trainerikone Louis van Gaal, unter dem Müller einst seinen Durchbruch beim FCB schaffte, stand zur damaligen Zeit im Old Trafford an der Seitenlinie.

"Ich hatte den Gedanken, vielleicht wirklich zu gehen", erklärte Müller nun. "Das Angebot war sehr gut und es bot mir die Chance, wieder mit meinem Mentor zusammenzuarbeiten. Zudem war ich Mitte 20 und hatte das Gefühl, dass ich für die Premier League bereit wäre", führte der Offensivspieler, der mittlerweile für die Vancouver Whitecaps in der MLS spielt, aus.

Warum er trotz der Ansätze von Wechselgedanken und Bayerns Veto keineswegs enttäuscht war? "Ich war auch glücklich damit, dass Bayern Nein sagte. Denn es war ja ein großes Kompliment, dass sie 100 Millionen Euro ablehnten und mir damit signalisierten: 'Du bist unser Mann'", so Müller.

Ohnehin habe er sich an der Säbener Straße "sehr wohl gefühlt", betonte der Weltmeister von 2014. "Bei Bayern hat man alles, was man will: Man spielt jedes Jahr um die Champions League, hat eine tolle Stadt, ist die Nummer eins in Deutschland und steht als deutscher Nationalspieler immer im Rampenlicht. Das habe ich immer genossen, diesen Druck zu fühlen." Dazu habe er als aus der Region stammendes Eigengewächs des Vereins "gegenüber den Fans immer ein bisschen mehr Verantwortung gespürt als andere Spieler", so Müller weiter.

Zwar sei ein möglicher Wechsel einige Jahre später, als er in der Saison 2018/19 unter dem damaligen Bayern-Trainer Niko Kovac zeitweise nur noch zweite Wahl war, noch einmal in seinem Kopf gewesen, wie Müller 2024 im kicker und 2025 im SPIEGEL verriet. "Ich habe mit der Vereinsführung gesprochen, fühlte mich für die Rolle des Reservisten zu ehrgeizig", sagte der ehemalige Nationalspieler. Da in derlei Gedankenspiele dann aber der Trainerwechsel von Kovac auf Hansi Flick platzte, sei das Thema "nie konkret" geworden.

So blieb Müller bis 2025 bei den Bayern, für die er insgesamt 756 Pflichtspiele (250 Tore) absolvierte und mit denen er neben 13 deutschen Meistertiteln unter anderem zweimal die Champions League gewann (2013 und 2020). Vergangenes Jahr folgte dann der Wechsel nach Vancouver, wo der 37-Jährige großen Anteil daran hat, dass die Whitecaps eines der Top-Teams der MLS sind. Ende September hat Müller seinen Vertrag um ein weiteres halbes Jahr verlängert, wird somit mindestens bis Sommer 2027 für Vancouver auflaufen. Bis dato kam die Bayern-Legende in 45 Einsätzen für die Kanadier auf 19 Tore und elf Assists.


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