"Pep Guardiola würde für eine Aufwandsentschädigung niederländischer Nationaltrainer" werden: Vertrauter des katalanischen Erfolgscoaches fordert Verband auf, Kontakt aufzunehmen | Goal.com Deutschland

Nigel de Jong, der frühere Spieler vom Hamburger SV und Manchester City und aktuellem Sportdirtektor der Niederlande, sucht diesen Sommer einen neuen Nationaltrainer für die Niederlande. Nach dem WM-Aus entschied Ronald Koeman, seinen Vertrag beim KNVB nicht zu verlängern. Die Position ist daher frei.
Ein Name taucht dabei oft auf: Pep Guardiola. Der spanische Trainer verließ Manchester City für eine Auszeit, verheimlichte aber nie sein Interesse an der Rolle des Bondscoaches. Ronald de Boer, seit ihrer gemeinsamen Zeit als Spieler beim FC Barcelona ein enger Bekannter Guardiolas, fordert den niederlänischen Verband KNVB auf, den Kontakt aktiv zu suchen.
"In der Dokumentation 'Força Koeman' hat er [Guardiola, die Red.] selbst gesagt, dass der KNVB ihn jederzeit anrufen kann. Das muss Nigel de Jong natürlich tun", sagte De Boer zu "De Telegraaf".
Und weiter: „Vielleicht erfährt Nigel dann, dass es für Pep noch zu früh ist, denn er hat erst kürzlich bei Manchester City aufgehört und eine Auszeit angekündigt. Seine Frau war schon unglücklich, als er seinen Vertrag bei City um zwei Jahre verlängerte. Doch jetzt könnte es eine Chance sein, trotzdem im Geschäft zu bleiben – in einem Job, der nicht das ganze Jahr Vollzeit verlangt.“
De Boer, der als Spieler 61-Mal für die Elftal auflief, bezeichnete Guardiola als "das bestmögliche Aushängeschild" für die holländische Nationalmannschaft: "Bei allen Mannschaften, die er trainiert hat, übt er hohen Druck aus, steht für offensiven und dominanten Fußball und gibt den Ball nicht an den Gegner ab. Es hat mir wirklich wehgetan, zu sehen, dass Marokko gegen die Niederlande 72 Prozent Ballbesitz hatte. Das wird bei Guardiola nicht passieren“, ist De Boer überzeugt.
Guardiolas Faible für den holländischen Fußball ist bekannt, sein Mentor war die Holland-Legende Johan Cruyff: "Er ist ein Anhänger von Cruyff. Er möchte dem niederländischen Fußball etwas zurückgeben, denn als Spieler und Trainer ist er dank des Trainers und Beraters Johan Cruyff zu dem geworden, der er heute ist. Das sagt er in jedem Interview. Dies ist die Gelegenheit, seine Dankbarkeit in Taten umzusetzen", sagte de Boer.
Sorgen machen, dass man sich Guardiola nicht leisten könne, müsse man sich nicht, meint der de Boer: "Wer jahrelang Dutzende Millionen verdient hat, muss nicht mehr aufs Geld schauen. Pep weiß, dass der KNVB keine zwanzig Millionen zahlt. Das wusste er auch, als er in der Doku die Tür einen Spalt öffnete. Er würde eine Aufwandsentschädigung akzeptieren und den Posten als Ehrenamt sehen. Ich hoffe, dass Nigel das hinbekommt."
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