Er war viel oft verletzt: Filippo Mane ist der Gewinner der BVB-Vorbereitung | Goal.com Deutschland

Şu adreste yayınlandı 14 Aug 2026 | Okuma zamanı: 1 dakikaEr war viel oft verletzt: Filippo Mane ist der Gewinner der BVB-Vorbereitung | Goal.com Deutschland

Im nächsten Jahr feiert Dan-Axel Zagadou ein kleines Jubiläum. Im Sommer 2027 wird sein Wechsel nach Deutschland zehn Jahre zurückliegen. Der heute 27-Jährige war damals ablösefrei aus der zweiten Mannschaft von Paris Saint-Germain zu Borussia Dortmund gekommen.

Rein theoretisch hätte der Innenverteidiger, der sich 2022 dem VfB Stuttgart anschloss und dort noch bis Saisonende unter Vertrag steht, in diesen neun Bundesligaspielzeiten 306 Partien absolvieren können. Zagadou steht aber bei lediglich 108 Begegnungen im Oberhaus. Weil er knapp 180 Spiele verletzungsbedingt verpasste. Und es werden weitere hinzukommen: Am Dienstag gaben die Schwaben bekannt, dass sich Zagadou eine muskuläre Verletzung an der Oberschenkelrückseite zugezogen hat und in den kommenden Wochen ausfällt.

Ganz so fatal ist es bei Filippo Mane (noch?) nicht. Doch auf gewisse Weise könnte der Italiener beim BVB bereits als Zagadou-Nachfolger durchgehen, was die Verletzungsanfälligkeit betrifft. Seit er Anfang Januar 2022 in die Jugendabteilung der Westfalen wechselte, kommt Mane auf beinahe 500 Ausfalltage, über 75 Partien verpasste er schon.

Nun hat der 21-Jährige aber, wie kürzlich noch Zagadou in Stuttgart, wieder eine Phase der Stabilität erreicht. Nun besteht bei ihm und dem Klub die abermalige Hoffnung, dass es endlich regelmäßig bergauf geht und so schnell keine weitere Blessur hinzukommt. Denn sollte das einmal wirklich über einen längeren Zeitraum der Fall sein, dann bringt der Innenverteidiger zweifelsfrei die Fantasie für mehr mit.

"Wir waren und sind immer noch absolut von seinen Fähigkeiten überzeugt", sagte Sport-Geschäftsführer Lars Ricken am Sonntag nach dem 3:2-Testspielsieg beim FC Arsenal über Mane, dem er in London ein "herausragendes Spiel" attestierte. "Es war immer nur die Frage, ob er lang genug verletzungsfrei bleibt. Dann werden wir alle sehen, was für eine Qualität er hat", ist sich der 50-Jährige sicher.

Mane, der im Januar 2025 einen noch zwei Jahre gültigen Profivertrag erhielt, geht in diesen Tagen durchaus als einer der Gewinner der BVB-Vorbereitung durch. Dabei ging es auch zuletzt nicht ohne Schreckmoment bei ihm. Beim 0:1 gegen Cerezo Osaka musste er angeschlagen vom Feld und das anschließende Spiel gegen den FC Tokyo (1:0) pausieren.

Wie schon zum selben Zeitpunkt des Vorjahres ist für Mane die Tür bei den Profis wieder einen Spalt offen. Durch die Ausfälle von Nico Schlotterbeck (Sprunggelenksverletzung) und Emre Can (Reha nach Kreuzbandriss) rückt der "klassische italienische Manndecker" (Ricken) näher ans Team und bekam in der Vorbereitung viel Spielzeit.

In seinen bislang fünf Auftritten empfahl er sich dank kompromissloser Zweikampfführung und guten Spieleröffnungen für mehr und hat allem Anschein nach auch Landsmann Luca Reggiani, der in der vergangenen Rückrunde im Ranking an ihm vorbeizog, wieder einkassiert. Zum Saisonstart wird sich die Dreierkette mit Waldemar Anton, Neuzugang Joane Gadou und Ramy Bensebaini zwar von selbst aufstellen, doch Stand jetzt ist Mane die erste Alternative zu dem Trio.

"Man kann sicherlich noch das eine oder andere verbessern", sagte Trainer Niko Kovac am Wochenende, "aber Filippo macht Fortschritte. Das ist sein Fleiß. Wir haben das bei ihm angepasst. Wir wissen, welche Probleme er hatte. Wir haben das in den letzten Wochen und Monaten verbessert. Wenn er gesundheitlich so konstant bleibt, dann wird er sicherlich ein guter Spieler für uns."

Auch für den 54-Jährigen zeigte Mane "ein richtig gutes Spiel", gerade im Verbund mit Gadou und dem erfahrenen Bensebaini, der die Youngster immer wieder gut coachte. "Die drei Innenverteidiger haben sehr gut abgeräumt. Filippo, aber auch Joane. Das ist schon pure Wucht, das ist schon Power. Sie sind schnell, sie sind griffig und bissig und am Mann sehr stark."

Sechs Pflichtspiele bei den Profis absolvierte Mane in der vergangenen Spielzeit, auch damals profitierte er kurioserweise von den Ausfällen von Schlotterbeck und Can. Er debütierte im DFB-Pokal bei Rot-Weiss Essen, kurz darauf stand er erstmals in einem Bundesligaspiel in der Startelf.

Doch da sah Mane beim Stand von 3:1 gegen den FC St. Pauli kurz vor Schluss Rot und verschuldete einen unnötigen Elfmeter. Dortmund spielte schließlich noch 3:3. Chance vertan, anschließend war der zweimalige Nationalspieler monatelang weg vom Fenster.

Elfmal stand er dann noch für die U23 in der Regionalliga auf dem Platz. Dabei gelangen ihm sogar drei Tore - es waren Manes erste Treffer im Profibereich. Doch Anfang Februar, wieder das Übliche: Eine Muskelverletzung, die ihn gut zwei Monate kostete.

In Manes Fall zeigt sich auch, wie problematisch für den BVB der Abstieg der zweiten Mannschaft in die Viertklassigkeit ist. Mane muss spielen, endlich und viel spielen. Wenn kein Wunder geschieht, wird sich das bei den Profis nicht bewerkstelligen lassen. Doch er muss auch höher als in Liga vier eingesetzt werden, um wirklich voran zu kommen.

Wie wäre es also mit einer Leihe? "Da haben wir keinen Druck", beschwichtigte Ricken. "Wir werden die Situation im Einzelfall bewerten, wenn sich die Transferphase dem Ende nähert."

Als Ergebnis dürfte stehen, dass man Mane behält. Weil die Personaldecke hinten vorerst noch dünn ist, er zuletzt überzeugte und Reggiani überholte. Ob ihm so jedoch der lang ersehnte nächste Sprung in seiner Entwicklung gelingt, bleibt mindestens fraglich.

Mannschaft

Spiele

Tore

Vorlagen

Borussia Dortmund U17

3

0

0

Borussia Dortmund U19

46

2

2

Borussia Dortmund U23

17

3

0

Borussia Dortmund

6

0

0


Orijinal haberi okuyun