Kapitänsfrage bleibt unbeantwortet: Jürgen Klopp bringt plötzlich einen Debütanten ins Spiel | Goal.com Deutschland

Jürgen Klopp hält sich in der Kapitänsfrage für das Nations-League-Spiel gegen Serbien am Donnerstag (20.45 Uhr/ZDF) in München bedeckt.
"Die Mannschaft wird von dem Spieler aufs Feld geführt, der die meisten Länderspiele hat", sagte der Bundestrainer am Vorabend der Begegnung, "das habe ich meine ganze Karriere lang so gehandhabt. Wenn der Spielerrat nicht auf dem Platz war, hat der mit den meisten Spielen die Binde getragen."
Nach der Abreise des Großteils von "Kader eins" um den etatmäßigen Kapitän Joshua Kimmich, der nur in den ersten beiden Begegnungen mit den Niederlanden (1:1) und Griechenland (0:1) im Kader gestanden hatte, ist Serge Gnabry der Akteur mit den meisten Länderspielen im Aufgebot: Der Münchner lief bislang 61-mal mit dem Adler auf der Brust auf.
Hinter Gnabry kämen Florian Wirtz vom FC Liverpool (46 Länderspiele) und der Leipziger David Raum (39 Einsätze) infrage. Gesucht wird der 117. Kapitän der Nationalmannschaft. "Wenn der spielt, ist es der, wenn der spielt, der - wenn gar keiner spielt, ist es Jonas Urbig, der macht sein erstes Spiel", witzelte Klopp über die Frage, der er wohl nur wenig Bedeutung beimisst.
Auch Verteidiger Finn Jeltsch als Schlotterbeck-Ersatz, Mittelfeldmann Vitaly Janelt vom FC Brentford und der Kölner Jungstar Said El Mala können derweil auf ihren Einstand hoffen. Insgesamt stehen neun Akteure ohne Länderspiel-Einsatz im Kader.
Vor Urbig werden vor allem bewährte Kräfte erwartet: die Leipziger Ridle Baku und Raum auf den Außen sowie Waldemar Anton im Zentrum. Sollte sich Klopp gegen Jeltsch entscheiden, müsste er Malick Thiaw aufbieten. Janelt dürfte anstelle des abgereisten Kapitäns Kimmich auf die Sechs rücken.
In Klopps 4-3-3-System wird mit Aleksandar Pavlovic, in München geborener Sohn eines serbischen Vaters, und Wirtz auf den offensiveren Mittelfeldpositionen gerechnet. Sicher scheint, dass die Jungstars Lennart Karl und El Mala über die Flügel kommen werden. Als Stoßstürmer ist Jonathan Burkardt denkbar, der wie Wirtz gegen die Griechen eingewechselt worden war. Nick Woltemade stünde als Alternative bereit.
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