Alternative des FC Barcelona zu Julian Alvarez spielte einst beim VfL Bochum | Goal.com Deutschland

Published on 01 Aug 2026 | Reading time: 2 minutesAlternative des FC Barcelona zu Julian Alvarez spielte einst beim VfL Bochum | Goal.com Deutschland

Der FC Barcelona denkt offenbar darüber nach, sich möglicherweise um Mittelstürmer Vangelis Pavlidis von Benfica Lissabon zu bemühen.

Wie die spanische Zeitung AS berichtet, steht Pavlidis auf einer Liste möglicher Alternativen, die Barcas Sportdirektor Deco für den Fall eines Scheiterns der Bemühungen um Wunschstürmer Julian Alvarez im Blick hat.

Den argentinischen Nationalspieler wollen die Katalanen unbedingt verpflichten und Alvarez will Atletico Madrid dem Vernehmen nach auch in Richtung Camp Nou verlassen. Allerdings denkt Atleti bisher nicht an einen Verkauf des Angreifers, soll bereits ein Angebot Barcas in Höhe von 100 Millionen Euro abgelehnt haben. Zuletzt beschwerte sich Atletico angeblich sogar bei der FIFA über Barcelona, Hintergrund ist eine aus Sicht der Rojiblancos unzulässige Kontaktaufnahme Barcas zu Alvarez. Der 26-Jährige steht in Madrid schließlich noch bis 2030 unter Vertrag.

Sollte man Alvarez in den nächsten Wochen nicht bekommen, muss sich Barcelona auf der Suche nach einem Nachfolger für den abgewanderten Mittelstürmer Robert Lewandowski (jetzt Chicago Fire) umorientieren. Und da könnte eben Pavlidis ins Spiel kommen, der für Barcas Verantwortliche laut AS bei einer Alvarez-Transferpleite eine der ersten anderweitigen Optionen wäre.

Pavlidis, 2024 von AZ Alkmaar nach Lissabon gewechselt, hat sich bei Benfica mit konstant hoher Torquote für noch größere Vereine interessant gemacht. Vergangene Saison kam er wettbewerbsübergreifend auf 30 Treffer und sechs Assists in 53 Einsätzen, Barca dürfte aber vor allem auch einen Gala-Auftritt des 27-Jährigen aus der Spielzeit 2024/25 im Hinterkopf haben: Seinerzeit schnürte Pavlidis bei Benficas spektakulärer 4:5-Niederlage gegen Barcelona in der Champions-League-Ligaphase schon in der ersten halben Stunde einen Dreierpack.

Der Weg bis in die Königsklasse war für Pavlidis derweil ziemlich steinig. Mit dem Traum, Bundesligaprofi zu werden, war er einst mit 16 aus der griechischen Heimat in den Nachwuchs des VfL Bochum gewechselt. Da es dort später mit dem Durchbruch in der ersten Mannschaft nicht klappte, ließ er sich zunächst an die zweite Mannschaft von Borussia Dortmund und danach an Willem II in die Niederlande verleihen. In der Eredivisie ging Pavlidis' Stern dann richtig auf, Willem II verpflichtete ihn fest und er empfahl sich mit starken Leistungen für einen Wechsel nach Alkmaar, das 2021 aus heutiger Sicht schmale 2,5 Millionen Euro Ablöse für den griechischen Nationalspieler zahlte.

Sollte nun Barca bei Pavlidis konkret werden, wäre es der AS zufolge keineswegs ein Spaziergang, den Torjäger von Benfica loszueisen. Bei dem portugiesischen Topklub steht Pavlidis noch bis 2029 unter Vertrag und in Lissabon wolle man den Griechen grundsätzlich eher nicht verkaufen, heißt es.

Zu wichtig ist Pavlidis für die Mannschaft des neuen Trainers Marco Silva, der diesen Sommer von Jose Mourinho (jetzt Real Madrid) übernommen hat. Seine Bedeutung für Benfica stellte Pavlidis nicht zuletzt am Donnerstag unter Beweis, als er beim 5:0 gegen den FC St. Gallen im Rückspiel der 2. Runde der Europa-League-Qualifikation die vier ersten Tore erzielte. Nachdem das Hinspiel in der Schweiz eine Woche zuvor mit 1:2 verloren gegangen war, gelang Benfica dank Pavlidis die Wende und der Einzug in die 3. Quali-Runde. Dort wartet nun Heart of Midlothian aus Schottland als nächster Gegner.


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