Lothar Matthäus fordert Umdenken bei Bundestrainer Jürgen Klopp | Goal.com Deutschland

Rekordnationalspieler Lothar Matthäus hat den neuen Bundestrainer Jürgen Klopp wegen dessen anstehender Kader-Nominierung kritisiert. Dabei geht es ihm nicht um Personalentscheidungen, sondern allein um den Zeitpunkt der Bekanntgabe, wer in den Nations-League-Spielen mit dabei ist. "Ich würde Jürgen Klopp wirklich bitten, die Nominierungen künftig an einem Freitagvormittag oder -mittag zu machen", sagte Matthäus bei Sky. Aktuell ist geplant, dass der neue Bundestrainer seinen Kader am Donnerstag, 17. September, vorstellt.
Die Bekanntgabe an einem Donnerstag hatte Matthäus schon bei Klopps Vorgänger Julian Nagelsmann nicht gefallen. "Der DFB wollte doch jeden Stein umdrehen: Das wäre aus meiner Sicht einer dieser Steine gewesen", meckerte der 65-Jährige. Sein Argument, das gegen eine Nominierung am Donnerstag und für eine Nominierung am Freitag spricht, sind die internationalen Spiele, die in der Europa League und Conference League am Donnerstag ausgetragen werden.
"Es macht etwas mit der Psyche eines Spielers, wenn man vor einer wichtigen Partie danach gefragt wird", plädierte Matthäus dafür, die Europapokal-Duelle komplett abzuwarten. Außerdem müsse im Fall einer Verletzung, die sich ein Spieler am Donnerstag zuzieht, nicht nachnominiert werden.
In der gerade begonnenen Saison spielen mit Bayer Leverkusen und der TSG 1899 Hoffenheim zwei deutsche Teams in der Europa League. Der SC Freiburg hat beste Aussichten, sich über die Playoffs für die Ligaphase der Conference League zu qualifizieren.
Die erste Kadernominierung von Jürgen Klopp wird mit Spannung erwartet. Bei seiner Antrittspressekonferenz hatte er angegeben, 57 Feldspieler auf seinem Zettel zu haben, die er aktuell genauer beobachtet.
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