Barcelona hatte offenbar Zusage von Lautaro Martinez als Ersatz für Atleticos Julian Alvarez | Goal.com Deutschland

Das Gezerre um Julian Alvarez und die öffentlichen Schlagabtausche bestimmten einen guten Teil des alljährlichen Sommertransfertheaters. Am Ende passierte vergleichsweise wenig: Alvarez blieb bei Atletico Madrid und Barca verstärkte die um Robert Lewandowski, Ferran Torres und Marcus Rashford erleichterte Offensive mit Karim Adeyemi und Gabriel Jesus.
Den Brasilianer Jesus muss man in diesem Kontext als Notlösung betrachten, nachdem dieser in den vergangenen Jahren von Verletzungsproblemen geplagt beim FC Arsenal immer weniger spielte und schließlich auch an Standing unter Trainer Mikel Arteta mehr und mehr einbüßte.
Jesus war allerdings auch wirklich nur der Backup vom Backup von Alvarez, dem erklärten Wunschspieler des spanischen Meisters. Um diesen hatte Barcelona gebuhlt und sich dadurch den Zorn Atletis zugezogen. Alvarez wollte gerne nach Katalonien wechseln, doch auch der Argentinier bekam die Härte seines Klubs aus Madrid zu spüren.
Doch wo ein argentinischer Weltklassestürmer ist, gibt es vielleicht noch einen zweiten. Barca erinnerte sich an das vormalige Interesse an Lautaro Martinez und erkundigte sich nach diesem, wie Sportdirektor Deco dieser Tage verriet. Allerdings handelte sich der frühere Weltklassemittelfeldspieler eine Absage von Inter Mailand ein und beließ es dabei. Laut Deco habe man nicht den "geringsten Kontakt zu Lautaro, auch nicht zu seinem Berater" gehabt.
Laut einem Bericht der spanischen Sport aber soll es sich etwas anders zugetragen haben. Demnach wollte Martinez sehr gerne nach Barcelona kommen und hätte bereits sein Einverständnis signalisiert.
Allerdings wollte der 29-Jährige nur in harmonischem Einklang von Inter Mailand wegtransferiert werden und da endete der Flirt dann. Es soll laut Sport direkten Kontakt zwischen Barca-Präsident Joan Laporta und Inter-Boss Giuseppe Marotta gegeben haben, wobei der Italiener dem Spanier erklärt habe, Martinez sei für Inter unverzichtbar und damit unverkäuflich.
Bereits 2021 soll der Stürmer vor einem Wechsel nach Barcelona gestanden haben. Damals scheiterte der Deal wohl an den wirtschaftlichen Problemen beim spanischen Topklub. Somit griff Barca zu Jesus, der nur zehn Millionen Euro kostete und ein überschaubares Gehalt verdienen soll. Bislang kommt er bei vier Kurzeinsätzen unter Trainer Hansi Flick auf zwei Tore.
Den offensiven Aderlass kompensiert Barca derweil aus Bordmitteln. Jesus' Landsmann Raphinha performt mit 14 Toren und drei Assists in nur acht Spielen in Sphären eines Cristiano Ronaldo oder Lionel Messi zu besten La-Liga-Zeiten.
Alvarez hingegen erkämpfte sich zuletzt durch ein Tor in der Champions League und einen beherzten Auftritt beim Erfolg im derbi madrileno gegen Real Madrid einen Teil der verloren gegangenen Sympathie und Akzeptanz beim Atleti-Anhang zurück.
Lautaro Martinez dagegen wahrte sein Gesicht und begann sein neuntes Jahr bei Inter wie gewöhnlich mit Toren. Vier Treffer und ein Assist in fünf Spielen sind es bislang für den Kapitän der Nerazzurri.
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